Schluss mit ENTERTRAINMENT!


TRAINING VS. ENTERTRAINMENT

Zugegeben, der Begriff “Entertrainment” stammt nicht von uns – jedoch hat Kevin Carr am Functional und Mobility Summit in Köln den Nagel damit absolut auf den Kopf getroffen.

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Kevin Carr – Training vs. Entertrainment

Gerade im Functional Training erfreuen wir uns täglich neuer Auswüchse – nicht nur auf Facebook, wo die Seriosität der meisten Beiträge ohnehin in Frage zu stellen ist.

Nein, auch aus Fachmagazinen lachen uns immer wieder hübsche Damen und Herren entgegen, die uns glaubhaft versichern, ihre Körper ausschließlich mit Kettlebell-TRX-Pushups, Kniebeugen auf dem Bosu oder – an kreativen Tagen – vielleicht sogar mit dem Einhämmern auf Altfahrzeuge bis zur Schrottreife zu stählen.

DOCH IST DAS TATSÄCHLICH NOTWENDIG UM FUNKTIONELL ZU TRAINIEREN?

Die Antwort eines jeden gut ausgebildeten Personal Trainers auf dieses Frage kann nur NEIN lauten. Die Antwort der Traineracademy sowieso…
Nur weil jemand funktionelles Trainingsequipment (Kettlebells, TRX, Sandbags, etc.) verwendet, ist sein Training deshalb noch lange nicht funktionell. Und viele der gezeigten und gelikten Hypes wären für die meisten unserer Kunden im Personal Training sogar genau das Gegenteil!

Hashtag Functional Training… Funktionell? Für jeden deiner Kunden?

IM FOKUS STEHT DIE ZWECKMÄßIGKEIT

Funktionelles Training ist immer zweckorientiert, ein guter Personal Trainer passt den Trainingsplan also immer individuell an seine Kunden an – abhängig davon, welches Ziel diese gerade verfolgen und welche körperlichen Voraussetzungen sie mitbringen.

Mit zunehmender Kundenerfahrung und durch geeignete Screnningmethoden werden Dysbalancen und Entwicklungspotentiale 😉 bereits im Zuge des Ersttermins erkannt und in die zukünftige Trainingsgestaltung miteinbezogen. Trainingestaltung beginnt im Personal Training jedoch in den wenigsten Fällen gleich mit Kettlebells und Sandbags, mit unilateralen Exercises, schweren Hanteln und zirkusreifen Übungen.

EINE SOLIDE BEWEGUNGSBASIS IST DIE GRUNDLAGE FÜR GESUNDHEIT UND LEISTUNGSFÄHIGKEIT

Es ist vielmehr wesentlich, mit jedem Kunden eine solide Bewegungsbasis und Ansteuerung zu erarbeiten. Das gilt übrigens nicht nur für Neueinsteiger – auch Topathleten arbeiten an einer breiten Bewegungsbasis, bevor es an die eigentlichen, sportartenspezifischen Skill geht!

Natürlich darf und soll Training auch Spaß entertrainmentmachen. Deshalb frag deine Kunden nicht nur nach Ihren Zielen, sondern auch danach, was sie wirklich gerne machen. Auch diese Elemente sollen einen Platz im Training finden – weil es dann einfach leichter fällt motiviert bei der Stange zu bleiben.

Es liegt in deinem Geschick, Spaß und zielgerichtete Übungen so zu kombinieren, dass daraus ein runder Trainingsplan wird, der deine jeweiligen Kunden fitter und gesünder macht und sie ihrem ganz persönlichen Ziel näher bringt.

Also behalte deine Aufgabe als Personal Trainer klar im Auge. Wähle dein Equipment klug und zielgerichtet und hinterfrage neue Trends und coole Videos stets kritisch. Im Fokus sollte immer die Gesundheit und das persönliche Ziel deiner Kunden stehen!
Wenn Übungen oder Tools nur trendy aussehen ohne einem dieser beiden Ziele zu dienen, dann lass sie weg. Konzentriere dich auf’s Wesentliche, bleibe bei den erprobten Basics.

ODER UM ES MIT KEVIN CARR’S WORTEN ZUSAMMENZUFASSEN:

“When it comes to health prevention, you are the first reference of your clients. Give them the power to survive their workdays, the ability to move painfree and in full range of motion. And coach them well, proper execution is far more important than any perfect plan or periodization.
ONE OUNCE OF PREVENTION IS WORTH ONE POUND OF CURE!”

Und dazu braucht es kein Entertrainment sondern gut ausgebildete Personal Trainer!