Kraft und Koordination beim Laufen

Machen mich Kraft und Koordination beim Laufen schneller?

laufenDefinitiv ja. Da geht es um die inter- und intramuskuläre Koordination in deiner Muskulatur. Über funktionelle (sportartenspezifische) Übungen, welche die Muskelkraft aufbauen, lernen die Synergisten (unterstützende Muskulatur) deinen Körper effizienter zu tragen und entlasten somit die beim Laufen benötigten Hauptmuskelgruppen. Das ist auch ein wichtiger Punkt hinsichtlich Verletzungsprophylaxe. Darauf möchte ich ein andermal noch gezielt eingehen!

Ein wesentlicher Faktor für die Schrittlänge ist natürlich auch die Lauftechnik. Die Barfusslauftechnik macht ja langsam Furore. Ich habe mich als Coach natürlich auch dafür interessiert und die Sache erlernt. Tatsache ist dass der Schritt wirklich länger wird, wenn du dich nicht mehr selbst durch deine Lauftechnik blockierst. Mit Blockieren meine ich ein Aufsetzen des Fußes vor dem Körperschwerpunkt. Das Bein hat dort wo ich hin will eigentlich nichts verloren, sondern nur unter und hinter mir.

Das Tragen unserer eigenen Körperlast erfordert eine gute Core Muskulatur. Seit Mark Verstegen’s „Core-Training“ für die Fußball-WM 2006 und Michael Boyle ist „funktionelles Krafttraining“ im deutschsprachigen Raum wieder ein Begriff. Damit bewirkst du eine Reduktion von Verletzungen und Folgeverletzungen. Der Core (die komplette Rumpfmuskulatur) ist so etwas wie der Kern des Körpers, um den sich die Extremitäten beim Laufen relativ schnell zu bewegen haben. Mit einem schwachen Core kann also auch das Rundherum nicht passen.

Um zu erkennen, wo Defizite in der Beweglichkeit und Muskulatur vorherrschen, empfehle ich ein Testing mit Schwerpunkten auf Sprunggelenksmobilität, Hüftmobilität- und stabilität, Rumpfstabilität, etc., um dann wirklich läufergerecht trainieren zu können – um schneller zu werden.